Kantonsrat

Rosengartentram und -tunnel

von Martin Zuber, Kantonsrat SVP, Guntalingen
05. Februar 2019

Seit über 40 Jahren ist die provisorische Lösung auf der Rosengartenachse Thema politischer Auseinandersetzungen in der Stadt und im Kanton Zürich. Die Gründe dafür sind offensichtlich: Die Rosengartenstrasse ist eine der verkehrsreichsten Strassen der Schweiz, die mitten durch ein Wohngebiet führen. Verkehrsüberlastungen, Staus, Verzögerungen, Lärm- und Schadstoffbelastungen und unbefriedigende Situationen für Fussgänger und Fahrradfahrende gehören für die Anwohner, aber auch sämtliche Verkehrsteilnehmende zum Alltag.

Geplant ist eine zweispurige Tunnelröhre im Gegenrichtungsbetrieb zwischen dem Bucheggplatz und der Hirschwiesenstrasse, mit einer in der Mitte liegenden Sicherheitsspur ergänzt. Für das Gesamtprojekt Rosengarten­tram und Rosengartentunnel in der Stadt Zürich wird ein Rahmenkredit von 1,1 Milliarden Franken (Erhöhung um 70 Millionen für den in der Mitte liegenden Sicherheitsstreifen) bewilligt.

Gründe dafür:
• Diese Strecke hat 56 000 Verkehrsbewegungen pro Tag für den motorisierten Individualverkehr (MIV). Davon entfallen 3 360 Fahrten auf Transitverkehr, 18 400 Fahrten sind rein städtischer Binnenverkehr, und 33 600 Fahrten führen von einem Ort ausserhalb zu einem Ort in der Stadt Zürich oder umgekehrt.
• Mit dem neuen Gesetz verbleibt die Herrschaft des Tunnels beim Kanton.
• Die Erreichbarkeit des Wirtschafts- und Gewerbebereichs in diesem Gebiet ist damit gewährleistet.
• Es findet eine Trennung des MIV und des ÖV statt.
• Es entstehen neue Möglichkeiten der städtischen ÖV-Linienführung (Entlastung des Tramknotenpunktes HB).
• Die Verknüpfung der Wirtschaftsstandorte Limmattal-Stadt und Zürich-Glatttal ist gesichert.

Gründe dagegen:
• Wir bezahlen einen sehr hohen Investitionspreis.
• Aus kantonaler Sicht ist die Stadt Zürich der Hauptprofiteur mit geringen direkten Kostenbeteiligungen am Projekt.
• Die Anzahl Durchfahrten des MIV sind im Tunnel leider auf 53 000 bis 54 000 Bewegungen limitiert.

Entgegen aller Unkenrufe der Grünen und Linken ist das Projekt für die Verkehrsentwicklung von eminenter Bedeutung. Der Kantonsrat hat mit 106 Ja zu 61 Nein bei 2 Enthaltungen Eintreten beschlossen, die Geschichte Rosengarten wird in der Detailberatung am kommenden Montag weitergeschrieben.

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