Sport

Gefahren des nassen Elements

Spielerisch, aber dennoch professionell instruierte Johanna Winkler, Rettungsschwimmerin der SLRG und Bademeisterin, kurz vor den Ferien die Kindergartenklasse von Nicole Macher. Alle machten eifrig mit.

von Barbara Flaacher
17. Juli 2018

Ertrinken ist die zweithäufigste Unfalltodesursache bei Kindern in der Schweiz. Dies erklärt die Präventionskampagne «Das Wasser und ich», mit welcher die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) Kindergärten besucht. Johanna Winkler war als Wasserbotschafterin der SLRG mit Pico, dem lustigen Wassertropfen (eine Plüschfigur), in den Kindergärten der Primarschule Andelfingen (Andelfingen, Kleinandelfingen und Oerlingen) unterwegs und zeigte den Kindern – just vor den Sommerferien – den sicheren Umgang mit dem nassen Element.

Begleitet von je einem lustigen Pico-Bild und einer passenden Körperbewegung lernten die Kindergärtler zehn wichtige Wasserbotschaften kennen. Als Highlight zeigte Johanna Winkler auf der Wiese vor dem Kindergarten, wie Rettungsgeräte angewendet werden. Interessiert machten die 19 Kinder mit und erhielten am Schluss des Informationsmorgens einen persönlichen Ausweis von «Das Wasser und ich» der SLRG, ein Malbüchlein als Erinnerung und Vertiefung an die lebensrettenden Verhaltensweisen und ein Infoblatt für die Eltern.

Picos Wasserbotschaften
Wer an einem heissen Tag das kĂĽhle Nass geniessen will, soll sich eine halbe Stunde vorher mit einem Sonnenschutzmittel eincremen und sich ĂĽber Mittag im Schatten aufhalten. Wer sich von Mutter, Vater oder einer andern Begleitperson entfernt, muss sagen, wohin er geht. Meistens hat es in der Badi einen Kiosk oder man hat das Picknick im Rucksack. Vor dem Schwimmen soll man nicht zu viel essen und trinken, aber auch nicht mit leerem Magen ins Wasser springen.

Vor dem Baden aufs WC gehen und sich unter der Dusche abkühlen. Wer nicht oder nicht gut schwimmen kann, bleibt im bauchtiefen Wasser. Beim Schwimmen einer langen Strecke muss man sich begleiten lassen. Wenn ein beliebtes Spielzeug ins Wasser fällt und davonschwimmt, muss man am Ufer bleiben. Rettungsgeräte darf man nur im Notfall benützen, sinnvoll ist, sich zu orientieren, wo sie sind. Um Hilfe rufen darf man nur im Notfall. Man darf nur ins Wasser springen, wenn man das Gewässer kennt und man niemanden gefährdet. Wer aus dem Wasser kommt und friert, trocknet sich gut ab.

Tipps fĂĽr die Eltern
Damit Ertrinken und Wasserunfälle vermieden werden können, soll man Kinder nur begleitet ans Wasser lassen. Ist ein Kind unauffindbar, sollte man zuerst an Orten mit Wasser suchen. Ist es ins Wasser gefallen und Hilfe wird benötigt, bleibt nur wenig Zeit dafür. Ein Kleinkind kann auch bei wenigen Zentimetern Wassertiefe bereits ertrinken.

Kleine Kinder bleiben still und regungslos im Wasser liegen und können so ertrinken. Um Biotope oder private Schwimmbecken soll ein Zaun mit selbstschliessender Zugangstür errichtet werden. Es ist ratsam, ein Kind früh ans Wasser zu gewöhnen (Spiel, Anleitung, Aufsicht); auch frühzeitig Schwimmen lernen ist eine ideale Vorbeugung gegen gefährliche Si­tua­tio­nen.

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