Weinland

Automat aufgebrochen und Geräte im Pool versenkt

Beim Einbruch ins Freibad in der Nacht auf Donnerstag haben die Täter kaum Beute gemacht. Aber einen grossen Schaden angerichtet. Innereien des Zahlautomaten schmissen sie ins Becken.

von Roland Spalinger
30. August 2022

Am Tag danach waren die Spuren des Einbruchs fast nur bei genauem Hinsehen ersichtlich. Überall dort, wo die mindestens zwei Täter Geld vermuteten, setzten sie ihr Brecheisen (oder etwas anderes) an. Namentlich vier Türen und Rahmen weisen Schäden auf. Ins Bistro wollten sie auch über die Theke eindringen, bei der der Rollladen heruntergelassen war. Und der nun nicht mehr ganz hochgezogen werden kann.

Zurechtgebogen hatte Bademeister Urs Moos am Freitag die Metalltüre des Verkaufsautomaten für Eintrittstickets. «Damit er noch einigermassen läuft», wie er sagte. Beute wurde wohl auch wegen zunehmendem Einsatz von elektronischen Zahlungsmitteln kaum gemacht, aber Schaden angerichtet. So wurde beim Automaten der Noteneinzug herausgerissen und schliesslich ins Becken geworfen. Eine Münzkassette nahmen die Täter mit, liessen den wenigen Inhalt aber auf dem Rasen zurück. Vielleicht flüchteten sie, weil der Bewegungsmelder das Licht anmachte, mutmasst der Bademeister.

Ins Freibad drangen die Täter nicht etwa über den Zaun, sondern durch ein Loch, das sie auf der Seite der Pünten ins Drahtgeflecht schnitten. Ein Anwohner erzählte, vor Mitternacht ein metallisches Geräusch gehört zu haben, aber «nichts Aussergewöhnliches». Jedenfalls nichts, das ihm verdächtig vorkam oder ihn alarmiert hätte. Vielleicht sei es gewesen, als der Rollladen demoliert wurde. Im Bistro hinterliessen die Täter eine Schweinerei. Zum Beispiel versprühten sie sauren Most am Boden.

Über Täterschaft und Schaden gibt die Kantonspolizei keine Auskunft. «Die Ermittlungen hierzu sind am Laufen», heisst es auf Anfrage. Und dazu, ob dies der einzige Vorfall war in jener Nacht: «Nebst diesem Vorfall ist bei der Kantonspolizei Zürich eine weitere Meldung wegen eines versuchten Einbruchdiebstahls eingegangen.»

Stephanie Amsler, als Gemeinderätin zuständig für diese Sportanlage, ist wütend. «Ich hoffe, dass die Täter erwischt werden.» Diese realisierten nicht, welche Folgen ihr destruktives und unanständiges Tun für Betroffene habe, sagt sie. Für die Reparaturen des Automaten und der Türen liegen bereits Offerten vor. Es sei ein tiefer fünfstelliger Betrag, sagt Urs Moos.


Bistro-Team sagt Tschüss und Danke

Saisonschluss in der Badi ist erst am 11. September. Bis dahin halten Denise und Mario de Bona (2. u. 3. v. l.) auch das Bistro offen. Und doch sagten sie schon mal Tschüss. Knapp 50 Gäste kamen an ihr Saisonschlussfest und wurden bestens unterhalten – kulinarisch mit einem Asia-Buffet, musikalisch durch die Zipfi Zapfi Buam (l. und 3. v. r.) und künstlerisch durch Bauchredner Roli Berner (r.). Letzterer behielt die nicht ganz jugendfreien Sprüche für sein zweites Set, es sollen Tränen geflossen sein vor Lachen. Fürs junge Publikum liessen Agnes Bühlmann (M.) und Roli Graff (2. v. r.) ihre Kasperlifiguren tanzen. Weil der Samstagnachmittag verregnet war, sas­sen nicht so viele Kinder im Publikum. Gastgeberin Denise de Bona haderte aber nicht. Eine Badi sei ein Sommerbetrieb. «Die Stimmung ist gut!», freute sie sich. In den sechs Jahren hätten sie etwas aufgebaut und viele gute Leute kennengelernt. Um Zeit für die Gäste zu haben, standen für einmal andere hinter der Theke. Einen Dämpfer hatten sie tags zuvor erlebt: Beim Einbruch in die Badi war ihre Küche verwüstet worden. (spa)

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