Casa Topolino wird wieder «Hirschen»

Kleinandelfingen - Im «Hirschen» geht es nahtlos weiter. Haci Coban übernimmt das Lokal samt Inventar, führt es aber mit Schweizer Küche weiter. Die aktuelle Betreiberin Weinland Esskultur setzt derweil ganz auf Thai.

Roland Spalinger (spa) Publiziert: 17. April 2026
Lesezeit: 2 min

Ihre Ambitionen waren gross. Nichts weniger als «das Herz von Kleinandelfingen» sollte das Restaurant Hirschen Casa Topolino mitten im Dorf werden (AZ vom 7.11.2025). Sechs Monate nach der Eröffnung ist das schnelle Ende jedoch beschlossen. Unter der Leitung der Weinland Esskultur GmbH von Ingrid Lüthi und Bruno Greuter ist das Lokal nur noch bis am 25. April offen. «Wir haben es nicht geschafft, Fuss zu fassen», bedauert Ingrid Lüthi.

Der Schritt sei aus wirtschaftlicher Sicht nötig, bestätigt Bruno Greuter. Es hätten sich zu wenig Syner­gie­­n mit ihren Thai-Restaurants in Andelfingen und Seuzach inklusive Catering ergeben. «Schuster, bleib bei deinem Leisten» – trotz Anpassungen am Konzept sei dieser Gedanke immer stärker aufgekommen und habe sie schnell handeln lassen, sagt er. Zudem solle ihre Nachfolge vom Sommergeschäft profitieren können. Ein Glück für alle Beteiligten: Schon nach kurzer Zeit konnte die Annonce für das «350-jährige, geschichtsträchtige und renovierte Restaurant» wieder von Immobilienportalen genommen werden.

Wirt setzt auf Schweizer Küche

Haci Coban fiel das Lokal auf. Er prüfte die Umgebung, die er ein bisschen kennt, wurde mit Vermieter Christian Kempf einig und regelte mit den aktuellen Pächtern die Modalitäten. Der Gastronom mit 20 Jahren Erfahrung kommt aus Seuzach nach Klein­andelfingen. Zuletzt war er im Restaurant Chrebsbach tätig. Nach einem Besitzerwechsel sei sein Vertrag ausgelaufen, sagt er. In der April-Ausgabe der «Seuzi-Zytig» sind die neuen Eigentümer abgebildet, die das Lokal «in der bewährten Art» weiterführen wollen.

Für diese Art war eben Haci Coban zuständig, der diese mit seiner Familie ins Weinland bringen wird. Neben Cordon bleu, Zürcher Geschnetzeltem und Rösti kocht er selber gern mediterran. Trotzdem verzichtet er auf die italienische Bezeichnung und wird das Lokal als «Hirschen» führen. Aber: Zum Mittagsmenü gehören ein Salat plus ein kleines Dessert – ein paar Dolci dürfen sein.

Offen wird der «Hirschen» bereits ab 15. Mai von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 14 und 17 bis 23 Uhr sein (am Sonntag eine Stunde später offen und eine Stunde früher geschlossen). «Wir übergeben ein schönes Lokal», sagen Ingrid Lüthi und Bruno Greuter und wünschen einen guten Neustart.