Weinland

Neue Technik für die Badi

30 Jahre lang tat die Technik der Badi Bachdelle ihre Dienste. Nun sollen der Technikraum und die Becken komplett saniert werden. Kosten wird das Projekt rund 310 000 Franken, inklusive neuem Naturweg.

von Jasmine Beetschen
01. September 2020

Einen Blick hinter die (Technik-)Kulissen konnten Interessierte am Donnerstagabend in der Badi Bachdelle werfen. Bademeister Beat Wüthrich führte die Besucher in den kleinen Technikraum, von dem aus er alles steuert.

Hier laufen momentan zwei Umwälzpumpen, die dafür sorgen, dass das Wasser der beiden Becken zweimal täglich ausgetauscht wird. Im Drucksaugfilter wird es gereinigt, danach gibt der Bademeister ein Chlorprodukt zur Desinfektion bei. Und das alles wird manuell gesteuert. Der Reinigungsprozess ist daher sehr aufwendig. Allgemein ist der Technikraum nach rund 30 Jahren am Ende seiner Nutzungsdauer angelangt. «Der elektronische Schaltschrank entspricht nicht mehr den Sicherheitsvorschriften, was für das Bedienungspersonal gefährlich werden kann. Zudem sind für die alte Technik auch gar keine Ersatzteile mehr verfügbar», erklärt Carlo Hophan von der Zumiker Bäderberatung Probading. Er kennt die Badi Bachdelle gut, war er gar an deren Bau vor gut 31 Jahren beteiligt. Er ist überzeugt, dass eine Sanierung vieles erleichtern und die Attraktivität der Badi aufwerten wird. Eine neue Desinfektions­anlage, die automatisiert läuft, soll die Prozesse vereinfachen und die Badi technisch auf den neusten Stand bringen. Die Desinfektion soll denn auch künftig mit einem Granulat erfolgen.

Auch Beat Weingartner, Gemeinderat und zuständig für die Badi Bachdelle, befürwortet eine Erneuerung. Neben der Technik soll auch die gesamte Beckenanlage saniert werden. «Die Bodenbeläge blättern regelrecht ab, das kann zu Schürfungen bei den Badegästen und verstärktem Algenwachstum führen», erklärt er. Statt eines neuen Anstrichs soll eine spezielle Folie montiert werden, die 20 Jahre halten soll.

780 000 Franken für die Badi
Das Kinderbecken wird eine Chromstahlabdeckung erhalten. Diese hat eine Lebensdauer von rund 50 Jahren und ist sehr pflegeleicht. «Die Kosten der gesamten Sanierung werden sich auf schätzungsweise 780 000 Franken belaufen, je zur Hälfte für den Technikraum und die Beckenanlage», fasst Beat Weingartner zusammen. Zusätzlich kommen 30 000 Franken für die Erneuerung des Naturwegs dazu. «Dieser wird jedoch ein Naturweg bleiben, es werden lediglich die Baustellenschäden repariert», ergänzt der Gemeinderat. Am 10. September wird bei der Gemeindeversammlung über die Sanierung der Badi Bachdelle diskutiert. Beat Weingartner sieht der Abstimmung optimistisch entgegen: «Trotz der Modernisierung soll die Badi Bachdelle ihren Charakter behalten, in erster Linie für uns und unsere Region.»

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