Weinland

Vor dem TV-Auftritt in die alte Heimat

Für das Kapitel «das Wiedersehen» der Erfolgssendung «Auf und davon» widmet SRF vier Prot­ago­nis­ten je einen Abend. Familie Volk macht Anfang Mai den Abschluss.

von Roland Spalinger
21. April 2023

Wie geht es Auswanderern, die sich für die Serie «Auf und davon» von SRF zur Verfügung gestellt haben? Für die Staffel «Das Wiedersehen» besuchte das Schweizer Fernsehen vier Protagonistinnen und Protagonisten. Den Anfang machte am 14. April Familie Almeida, die von Turbenthal nach Kanada und von dort nach Frankreich weitergewandert ist. Diesen Freitag geht es in den Zoo von Remo Müller und Alexandra Taetz, und am 28. April nach Kreta zu Trix und Marcel Buholzer; er verstarb Ende Januar nach einem Herzinfarkt.

Den Abschluss der Staffel machen am 5. Mai Simone und Christian Volk, die 2015 von Benken im Weinland nach Kanada ausgewandert sind (siehe Dossier). Moderatorin Mona Vetsch war Ende Februar 2023 fĂĽr fĂĽnf Tage in Clearwater.

Frau Volk, haben Sie dem Fernsehpublikum gern erneut die Türen geöffnet?
Simone Volk: Ja, wir haben uns sehr gefreut, dass wir ausgewählt wurden für die Spezialsendung. Es hat sich ja auch einiges verändert bei uns.

Was denn?
Wir haben unsere Firma, die nach dem Zusammenbruch des Holzhandels zwischenzeitlich infrage gestellt war, wieder vergrössert. Und unser Haus ist mittlerweile eine kleine Farm mit Kühen, Schafen, Hühnern und Truthähnen. Auch bin ich in den Tourismus eingestiegen. Wir haben zwei alte Homesteads, also Häuser der Erstsiedler, komplett renoviert und vermieten sie.

Ist somit auf dem aktuellen Stand, wer die jĂĽngste Folge schaut?
Ja, die jĂĽngste Folge zeigt alles, was bei uns in den letzten Jahren passiert ist.

Auch die Kinder haben sich verändert. Sohn Gion trägt auf einem Bild eine Uniform. Worum geht es da?
Gion ist Mitglied der Air Cadets, das ist eine vormilitärische Ausbildung mit dem Ziel, Pilot zu werden.

Tochter Leeza kam 2018 zur Welt. Wie sprecht ihr mit ihr?
Wir sprechen nur Deutsch mit ihr. Sie spricht jedoch nur Englisch, auch wenn sie alles versteht.

Und wie sieht es bei euch bezĂĽglich der neuen Sprache aus?
Englisch ist für uns kein Problem mehr, auch wenn wir natürlich – und anders als Gion – noch einen Akzent haben.

Wie intensiv sind noch Kontakte in die alte Heimat Schweiz?
NatĂĽrlich werden die Kontakte weniger. Mit unseren engen Freunden pflegen wir jedoch immer noch regen Austausch. Und kĂĽrzlich waren wir das erste Mal seit vier Jahren wieder in der Schweiz und haben auch Christians ehemaligen Verein, die Pontoniere in Ellikon am Rhein, besucht. Dort haben wir damals ja den Abschied gefeiert. Nach Ostern ging es zurĂĽck nach Kanada.

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