«Der dramatische Himmel würde sich gut auf den Fotos machen», findet eine Frau beim Eindunkeln auf dem Gelände des Ausbildungszentrums Andelfingen (AZA). Kurz vorher hat es heftig geregnet, nun beleuchten letzte Sonnenstrahlen die dunkel vorbeiziehenden Wolken von unten.
Luana Truninger, die beim Freilichtspiel Nimmerland der Weinlandbühne fürs «Branding», den einheitlichen Auftritt im Internet und bei der Werbung, zuständig ist, nimmt dies gleich auf. Die Profi-Beleuchtung wird ebenso schnell umplatziert wie die beiden Schauspieler. Die Kostüme von Peter Pan und Käptn Hook flattern im Wind, während sie mit grimmigen Minen mit ihren Schwertern einen Kampf andeuten.
Erstmals im Kostüm
Auch wenn die Proben erst im Januar beginnen, steckten die von Regisseurin Eva Mann ausgewählten Schauspielenden für das Fotoshooting am Sonntagnachmittag bereits in Kostümen. Luana Truninger holte alle vor die Kamera – zunächst für Porträt-Fotos und später für Szene-Aufnahmen. Schnell und doch sorgfältig wurden Perücken und Hüte zurechtgerückt und Schwerter für die Kampfszenen bereitgestellt. Wer vor die Kamera trat, zog die wärmende Jacke erst im letzten Moment aus und war anschliessend froh, wieder hineinschlüpfen zu können.
34 Schauspielende füllen die 30 Rollen aus – einige Rollen für Jugendliche sind doppelt besetzt. Regisseurin Eva Mann, die seit elf Jahren die Stücke der Laienspieltruppe der Weinlandbühne begleitet, wählte Männer, Frauen und Kinder nach dem Casting aus und besetzte die Rollen. Die Adaption des Klassikers «Peter Pan», die sie verfasste, ist aber kein Kinderstück, auch wenn es familientauglich sein wird (AZ vom 24.4.2026).
Vielfältiges Bühnenbild
Die Fotos machte Luana Truninger im AZA, dessen Kulisse vom 5. bis 21. August 2027 für das Theater genutzt werden wird. Der Komplex des kantonalen Übungszentrums bietet nicht nur ein besonderes Bühnenbild, sondern auch die Möglichkeit, spezielle Wasser- und Pyrotechnik-Effekte einzusetzen. Auch dies wurde am Sonntag geprobt: Während die Schauspielenden in die Kamera blickten, knallte und rauchte es hinter ihnen, und einzelne Feuerfontänen erhellten die inzwischen hereingebrochene Dämmerung. Ein bewusster Entscheid und sehr passend zum stürmischen Herbstwetter – alles optimal für möglichst dramatische Bilder.
Fotoshooting mit Sturm und Regen