Wenn Hilari den Rhythmus vorgibt

Feuerthalen - Kurz vor 14 Uhr war es noch ruhig auf den Strassen, doch die Zeichen standen längst auf Hilari. Verkleidete tauchten auf, Gruppen sammelten sich – und mit den ersten Trommelschlägen war klar: Der Umzug hatte begonnen.

Stefanie Tumler (st) Publiziert: 20. Januar 2026
Lesezeit: 2 min

Kurz vor 14 Uhr lag zunächst nur ein fernes Pochen in der Luft. Kaum hörbar. Doch mit jeder Minute wurde es deutlicher. Entlang der Strassen wurden Autos weggewiesen, letzte Fahrzeuge fuhren davon, die Route wurde frei. Dann kamen die Trommeln näher – und mit ihnen die Gewissheit, dass der Hilariumzug, der in Langwiesen gestartet war, gleich Feuerthalen erreichen würde.

Nach und nach füllten sich die Stras­sen. Verluntschte Menschen blieben stehen, wechselten ein paar Worte, suchten sich einen guten Platz. Dann tauchten die ersten Gruppen auf. Farben, Formen und Figuren schoben sich ins Dorf, begleitet vom Rhythmus der Trommeln.

Der Zug bot ein abwechslungsreiches Bild. Aufwendig gestaltete Sujets rollten vorbei, dazwischen Gruppen in fantasievollen Kostümen. Die Wagen und Verkleidungen waren selbst gemacht und bis ins Detail ausgearbeitet. Humorvolle Darstellungen wechselten sich mit verspielten Motiven ab und sorgten immer wieder für Lachen am Strassenrand.

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Wenn der Traktor den Takt angibt und der Wagen zur Bühne wird.

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Zuckersüss unterwegs.

2001 1 Hilari Feuerthalen Quallen St18Aus der Tiefe an die Oberfläche.

Aus der Tiefe an die Oberfläche.

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Hoher Besuch aus dem Meer.

Auffällig war, wie stark auch das Publikum Teil des Geschehens sind. Zahlreiche Zuschauende erschienen ebenfalls kostümiert. Masken sind dabei nicht erlaubt – Gesichter dürfen lediglich mit Schminke verändert werden. Gerade diese Regel verleiht dem Hilari seinen besonderen Charakter.

Gemächlich zog der Umzug durch Feuerthalen. Entlang der Route wurde gewunken und applaudiert, Gelächter mischte sich unter die Rufe. Kinder sammelten Süssigkeiten, während Erwachsene das Geschehen aufmerksam verfolgten. So zeigte sich das Hilarifieber, das am Wochenende die Cholfirst-Gemeinden erfasst hatte, von seiner lebendigen Seite. Für ein paar Stunden gehörten die Strassen den verkleideten  Menschen – laut, bunt und fest verwurzelt im Dorfleben.

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Hüsch Hilari – und die Strassen wurden immer voller.

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Auch die Kleinen zogen am Umzug mit.

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Hilariumzug in Feuerthalen
Bööggverbrennen als fester Bestandteil

Mit dem Bööggverbrennen fand am Samstag ein weiterer Höhepunkt des Feuerthaler Hilari statt. Um 17 Uhr wurde die von Schülerinnen und Schülern gebaute Figur auf dem unteren Parkplatz beim Schulhaus Stumpenboden angezündet. Der Böögg brannte lichterloh und markierte damit das offizielle Ende des Schüler-Hilari.

Das Bööggverbrennen gehört in Feuerthalen seit Jahren fest zum Hilari-Wochenende. Für viele Anwesende ist das Entzünden der Figur einer der letzten öffentlichen Akte der Feierlichkeiten und ein gemeinsamer Abschluss des Samstags. Der Brauch wird von der jüngeren Generation mitgetragen und zeigt, wie das Hilari-Brauchtum von Jahr zu Jahr weitergegeben wird. (st)

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Der Böögg als Finale. | Franziska Weber